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Beim Laufwerk des GameCube handelt es sich um ein recht minimal gehaltenes DVD-Laufwerk. Entwickelt und gefertigt wurde es nicht von Nintendo selbst, sondern von Panasonic/Matsushita im Auftrag nach von Nintendo vorgegebenen Spezifikationen. Es handelt sich tatsächlich um ein reines DVD-Laufwerk; die Lasereinheit verfügt über keinen CD-Laser. Das Wii-Laufwerk ist aus elektronischer Sicht ein direkter Nachfolger des GameCube-Laufwerks.

Spezifikationen

  • Datenträger: mini-DVD (8 cm Durchmesser), 1,46 GB
  • Geschwindigkeit: 1.4x bis 2.3x, ausschließlich CAV-Modus (konstante Drehzahl, woraus die unterschiedliche Lesegeschwindigkeit von 1.4x bis 2.3x je nach Position des Lasers resultiert)
  • Audio-Streaming von Disc direkt zu Flipper ist möglich
  • Puffer: 512 KB EDO-RAM
    • Davon nutzbar:
      • Ohne Audiopuffer: 480 KB
      • Mit Audiopuffer: 160 KB (+320 KB als Audiopuffer)
  • Schnittstelle: DI (Disc Interface)
    • 8 Bit parallel + serielles Interface für Audio-Streaming + einige Steuersignale
    • Proprietäre Schnittstelle, welche später auch für das Wii-Laufwerk weiterverwendet wurde, wenngleich über einen anderen Anschluss
    • Mainboardseitiger DI-Controller ist Teil von Flipper

Elektronik

 
 

Das Laufwerks-Chipset besteht hauptsächlich aus 2 von Panasonic entwickelten Chips:

  • Panasonic GC-D1 (die meiste Laufwerkselektronik, z.B. DSP, Decoder etc.)
  • Panasonic GC-D2 (Microcontroller mitsamt Firmware)
    • Hiervon existieren mehrere Revisionen, welche sich vermutlich in erster Linie in der enthaltenen Firmware unterscheiden

Des Weiteren:

  • 512 KB EDO-RAM (verschiedene Hersteller)
  • Panasonic 8406
    • Lasertreiber und Analog-Frontend
  • Panasonic 8498
    • Motortreiber für Disc-Spindelmotor und Laser-Schlittenmotor
    • Treiber für Focus- und Tracking-Spulen im Laser

Revisionen

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Es existieren mehrere Revisionen der Laufwerkshardware. Im Gegensatz zum Wii-Laufwerk fallen die Änderungen jedoch gering aus.

Bekannte Defekte

Klassischer Weise wird bei Leseproblemen oft empfohlen, die Laser-Ausgangsleistung durch Drehen am Potentiometer auf der Laufwerksplatine zu erhöhen. Ein tatsächlich zu schwacher Laser ist jedoch selten das Problem; meist umgeht man nur bestehende andere Probleme, wenn man die Leistung aufdreht, da der Laser dann besser z.B. durch Dreck durchleuchten kann und sich die Toleranz gegenüber anderen Problemen erhöht. Das Problem an dieser Methode ist, dass man dadurch die Laserdiode übermäßig verschleißt und diese mittelfristig tatäschlich schwächer wird oder gar ausbrennt.

Die folgenden Probleme können dazu führen, dass Discs nicht bzw. nur sporadisch gelesen werden:

  • Dreck auf oder in der Lasereinheit
    • Lösung: Linse von oben reinigen (Wattestäbchen, erst das Gröbste trocken entfernen, danach mit Linsenreinigungsflüssigkeit, z.B. aus einem DVD-Laufwerks-Reinigungsset oder dem Wii-Laufwerksreinigungsset)
      • Falls das nicht ausreicht: auch intern bzw. unterhalb der Fokuslinse reinigen -> ggf. mit trockener Druckluft seitlich unter die Fokuslinse blasen (nicht versuchen, die Fokuslinse abzubauen)
  • Schwacher oder ausgebrannter Laser
    • Passiert üblicherweise, wenn jemand eines der beiden anderen Probleme durch Drehen am Potentiometer lösen wollte und diesen dabei überlastete; eher selten auch einfach so
    • Lösung: Laser tauschen. Temporär auch durch (ggf. weiteres) Aufdrehen der Laser-Ausgangsleistung am Potentiometer behebbar.
  • Gealterte Elkos auf der Laufwerksplatine
    • Normale Alterserscheinung
    • Lösung: Elkos tauschen

Trivia

  • Das Wii-Laufwerk ist ein direkter Nachfolger des GameCube-Laufwerks. Die Bezeichnungen der beiden zentralen Chips (vor deren Zusammenlegung in späteren Revisionen) bzw des zentralen Chips (bei späteren Revisionen) des Wii-Laufwerks beginnen mit GC2-, was für "GameCube 2" stehen dürfte.
  • Das GameCube-Laufwerk ist ein ziemlich einfach aufgebautes Laufwerk, insbesondere im Vergleich zur damaligen Konkurrenz in Form der PS2 und der XBOX. Es kann nur ein einziges, proprietäres Disc-Format bei einer festgelegten Geschwindigkeit lesen, ist mechanisch sehr simpel aufgebaut und benötigt keine komplizierte mechanische Kalibrierung, wie es insbesondere bei der PS2 der Fall war.